Ja, die berühmte Frage wurde mir heute das erste Mal gestellt. Ich bin stolz, dass man es jetzt doch nicht mehr für ein angefuttertes Bäuchlein haltet und es offensichtlich ist. Nun ja, es wär noch besser, wenn die Frage von einer anderen Person gekommen wäre. Aber hey, man darf nicht heikel sein und muss nehmen, was man bekommt ;) Aber von vorne...
Am Samstag waren wir mit den Hunden auf der Allmend. Als ich zum Auto ausstieg, sagte ich zu meinem Mann:" Guck, dass ist das Auto von X, die ist auch da."
X war mal Einstellerin bei uns. Schwere Vergangenheit, psychische Probleme, verwittwet (Mann hatte Aids), 2 Kinder, alleinerziehend, der Sohn unter der Woche in einem Sonderschulheim. Sie lebte von der Rente. Wie immer half ich der Person wo ich konnte, sie arbeitete sich die Stallmiete fürs Pony ab, ich kochte für ihre Kinder, wenn sie knapp bei Kasse war etc. Sie fing an, uns auszunützen und nach einigen Monaten trat sie sehr herrschend auf, erst vor allem gegenüber den anderen Einstellern. Irgendwann versuchte sie es bei mir, ich konterte, sie wollte handgreiflich auf mich los und ich warf sie raus.
Danach folgten einige Monate übelste Nachrede und irgendwann fand sie ein neues Opfer und ich wurde uninteressant.
Soviel zur Vorgeschichte. X war dann mit einer Kollegin unten am Fluss, wir liefen mit unseren Hunden oben am Damm. Ich hab X nicht mal wirklich gesehen/resp. wargenommen, weil die 5 Leonberger ihrer Kollegin auf unsere 4 angeleinten Border zurannten und zur Familie Hörtnix gehörten. Nun ja, meine Hunde lassen sich nicht auf die Kappe schei**en und stellten sich den 5 Grossen, wodurch die dann kehrten.
Als ich wieder zu Hause war, kam per FB eine PN von X, in der sie sich fürs Verhalten von den Hunden ihrer Freundin entschuldigte. Ich dachte da schon Hääää??? Nun ja, ich schrieb zurück, meine wissen sich zu helfen und ich habe keine Angst um sie.
Dann war gestern grosse Räumungsaktion bei den Pferdesachen. Keller, Bücher und Sattelkammer wurden ausgeräumt, sortiert und eingeräumt. Die Sachen, die ich nie brauche, fotografierte ich und stellte sie zum Verkauf oder zum Verschenken auf FB. Da meldete sich X und wollte 2 Schabracken. Sie würde sie gerne heute abholen kommen. Und schon da wusste ich, sie ist neugierig und will Klatsch.
Heute stand sie da. Der 2 Satz war die Frage nach der Schwangerschaft. Ich bestätigte es ihr. Sie sagte, wir hätten ja auch lange darauf warten müssen. Das habe ich ihr bestimmt nie erzählt, kann sie nur von meinen obergeschwatzigen Nachbarn wissen, die wir anfangs für gute Bekannte hielten und nachher feststellen mussten, dass überall hinter unserem Rücken schlecht von uns reden.
Jedenfalls hatte X vor 2 Jahren, als sie da war, regelmässigen Kontakt mit ihnen (sie "freunden" sich immer mit unseren naiven Einstellern an, damit sie die nach Infos ausquetschen können) welcher sich bis heute hält. X machte damals bei uns immer wieder so Bemerkungen betreffend Nachwuchs, der wie Giftpfeile sass. Doch ich zeigte damals nie eine Reaktion. Sie muss es damals schon von unseren Nachbarn gewusst haben.
Zurück zu heute. Sie sagte dann, wann es dann soweit ist, lange könne es ja nicht mehr gehen. Ich antwortete, doch, Oktober sei Geburt. Das da 2 Bauchzwerge drin sitzen, habe ich ihr nicht veraten :) Meine Nachbarn müssen nicht alles aufs Mal wissen....
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Dienstag, 9. Juni 2015
Freitag, 8. Mai 2015
An die Kinderwünschlerinnen
Ich werde momentan von einigen betreffend Kinderwunschzeit angesprochen, im rl und auch in Foren. Da ich den Frauen immer den Link zum Blog gebe, will ich einige Sachen nun hier festhalten. Bitte beachtet, dass ich in der Schweiz wohne, bei uns läuft einiges anders wie in DEU.
1. Unterstützung mittels Kinderwunschklinik
Das erste Hindernis, die Finanzen. Unser KVG zahlt in ganz wenigen Fällen etwas an die Unterstützung via IVF/ICSI, IUI zahlen sie 3x. Auch die Medikamente müssen selber bezahlt werden. Alles weitere findet ihr unter Sterilität und Infertilität genau ausgedeutscht Sterilität und Infertilität.
ICSI kostet pro Stimmulation und Entnahme ca. 7500 CHF, IVF ist etwas günstiger, so um die 5000 CHF. Kyro war bei uns um die 1000 CHF. Rechnet damit, dass ihr das mehrmals macht. Die Chancen sind bei einem Frischtransfer bei 30-40%, bei einem Kyrotransfer bei 20-25%. Bei einer natürlichen Befruchtung ist die Chance einer Schwangerschaft bei 25-30%.
Statistiken sagen, dass wenn es bei 4 ICSI/IVF nicht geklappt hat, die Chancen rapide abnehmen, es jedoch nicht automatisch heisst, dass alle Hoffnungen aufzugeben sind.
Günstiger ist es im Ausland, zudem haben viele Länder weniger strenge Gesetze wie die Schweiz, was den Ärzten mehr Möglichkeiten gibt.
2. Zeitfaktor
Falls ihr den Weg der Kinderwunschklinik einschlägt, rechnet viel Zeit ein. Die Abklärungen und Untersuche können 3 Monate dauern. Danach, wenn alle Daten zusammengetragen sind, erfolgt ein Beratungsgespräch, an dem einem die Möglichkeiten aufgezeigt werden. Bis dann wirklich der Versuch einer Unterstützung begonnen werden kann, dann es nochmals einige Monate dauern, da die Frau mittels Medikamente auf einen idealen Hormonstatus gebracht wird. Beide Male dauerte es bei mir vom 1. Gespräch bis zum Start der Stimmulation über 6 Monate.
3. Andere Wege, den Kinderwunsch zu erfüllen
Es gibt noch die Möglichkeit der Adoption. Kinder aus dem Ausland zu adoptieren, wird jedoch immer schwieriger auf dem legalen Weg. Innländische Adoptionen sind unter gewissen Voraussetzungen möglich. Genaue Infos unter http://www.adoption.ch/ . Kostenpunkt sind um die 15000 CHF. Chancen auf eine Adoption liegt bei 30%.
Die grösstmögliche Chance besteht in der Aufnahme von Pflegekindern. Es hat in der Schweiz zu wenig Langzeit-Pflegeplätze. Wir haben auch eine Pflegetochter, die wir heiss und innig lieben. Der Aufwand wird einem finanziell vergütet. Am besten, ihr fragt bei eurem Kanton nach, was die Voraussetzungen sind.
4. Erlaubte Möglichkeiten in der Schweiz
- ICSI/IVF bei einer Partnerschaft
- Spendersamen falls das Paar verheiratet ist
- Adoption
5. Unerlaubte Möglichkeiten in der Schweiz
- Eizellenspende
- Embryospende
- Leihmutterschaft
6. Hilfe durch die schwere Zeit
Der Kinderwunsch nagt an der Psyche und der Partnerschaft.Teilweise so sehr, dass es zur Trennung kommt. Wir bekamen damals Hilfe von klaus-grawe-institut zürich und besuchten zusammen die Paartherapie. Es hat auf der Seite einen Kinderwunsch-Stress-Selbsteinschätzungsbogen, falls man unsicher ist, ob man Hilfe braucht oder nicht.
Desweiteren hilft mir, bei den kinderwunsch-blogschwestern mitzulesen. So merke ich, dass ich nicht alleine bin.
Mittlerweile bin ich soweit, dass ich darüber offen rede. Auch weil ich jetzt schwanger bin und die Ängste loslassen konnte. Ich hoffe, dass ich somit Frauen helfen kann, die noch auf der Kinderwunschschleife sind. Mein Mann und ich sind uns einig, dass wir kein Geheimnis daraus machen, wie die Zwillinge entstanden sind. Wir werden es auch ihnen erklären, wenn sie genügend alt sind und hoffen, sie verstehen, dass wir den Weg aus Liebe gewählt haben. Manchmal habe ich auch etwas Angst. Angst davor, dass jemand, der unseren Kindern oder uns böses will, diese Offenheit von uns nutzt zum Verletzen. Leider haben spüren wir des öfteren die Eifersucht von anderen. Doch auch das werden wir schaffen.
1. Unterstützung mittels Kinderwunschklinik
Das erste Hindernis, die Finanzen. Unser KVG zahlt in ganz wenigen Fällen etwas an die Unterstützung via IVF/ICSI, IUI zahlen sie 3x. Auch die Medikamente müssen selber bezahlt werden. Alles weitere findet ihr unter Sterilität und Infertilität genau ausgedeutscht Sterilität und Infertilität.
ICSI kostet pro Stimmulation und Entnahme ca. 7500 CHF, IVF ist etwas günstiger, so um die 5000 CHF. Kyro war bei uns um die 1000 CHF. Rechnet damit, dass ihr das mehrmals macht. Die Chancen sind bei einem Frischtransfer bei 30-40%, bei einem Kyrotransfer bei 20-25%. Bei einer natürlichen Befruchtung ist die Chance einer Schwangerschaft bei 25-30%.
Statistiken sagen, dass wenn es bei 4 ICSI/IVF nicht geklappt hat, die Chancen rapide abnehmen, es jedoch nicht automatisch heisst, dass alle Hoffnungen aufzugeben sind.
Günstiger ist es im Ausland, zudem haben viele Länder weniger strenge Gesetze wie die Schweiz, was den Ärzten mehr Möglichkeiten gibt.
2. Zeitfaktor
Falls ihr den Weg der Kinderwunschklinik einschlägt, rechnet viel Zeit ein. Die Abklärungen und Untersuche können 3 Monate dauern. Danach, wenn alle Daten zusammengetragen sind, erfolgt ein Beratungsgespräch, an dem einem die Möglichkeiten aufgezeigt werden. Bis dann wirklich der Versuch einer Unterstützung begonnen werden kann, dann es nochmals einige Monate dauern, da die Frau mittels Medikamente auf einen idealen Hormonstatus gebracht wird. Beide Male dauerte es bei mir vom 1. Gespräch bis zum Start der Stimmulation über 6 Monate.
3. Andere Wege, den Kinderwunsch zu erfüllen
Es gibt noch die Möglichkeit der Adoption. Kinder aus dem Ausland zu adoptieren, wird jedoch immer schwieriger auf dem legalen Weg. Innländische Adoptionen sind unter gewissen Voraussetzungen möglich. Genaue Infos unter http://www.adoption.ch/ . Kostenpunkt sind um die 15000 CHF. Chancen auf eine Adoption liegt bei 30%.
Die grösstmögliche Chance besteht in der Aufnahme von Pflegekindern. Es hat in der Schweiz zu wenig Langzeit-Pflegeplätze. Wir haben auch eine Pflegetochter, die wir heiss und innig lieben. Der Aufwand wird einem finanziell vergütet. Am besten, ihr fragt bei eurem Kanton nach, was die Voraussetzungen sind.
4. Erlaubte Möglichkeiten in der Schweiz
- ICSI/IVF bei einer Partnerschaft
- Spendersamen falls das Paar verheiratet ist
- Adoption
5. Unerlaubte Möglichkeiten in der Schweiz
- Eizellenspende
- Embryospende
- Leihmutterschaft
6. Hilfe durch die schwere Zeit
Der Kinderwunsch nagt an der Psyche und der Partnerschaft.Teilweise so sehr, dass es zur Trennung kommt. Wir bekamen damals Hilfe von klaus-grawe-institut zürich und besuchten zusammen die Paartherapie. Es hat auf der Seite einen Kinderwunsch-Stress-Selbsteinschätzungsbogen, falls man unsicher ist, ob man Hilfe braucht oder nicht.
Desweiteren hilft mir, bei den kinderwunsch-blogschwestern mitzulesen. So merke ich, dass ich nicht alleine bin.
Mittlerweile bin ich soweit, dass ich darüber offen rede. Auch weil ich jetzt schwanger bin und die Ängste loslassen konnte. Ich hoffe, dass ich somit Frauen helfen kann, die noch auf der Kinderwunschschleife sind. Mein Mann und ich sind uns einig, dass wir kein Geheimnis daraus machen, wie die Zwillinge entstanden sind. Wir werden es auch ihnen erklären, wenn sie genügend alt sind und hoffen, sie verstehen, dass wir den Weg aus Liebe gewählt haben. Manchmal habe ich auch etwas Angst. Angst davor, dass jemand, der unseren Kindern oder uns böses will, diese Offenheit von uns nutzt zum Verletzen. Leider haben spüren wir des öfteren die Eifersucht von anderen. Doch auch das werden wir schaffen.
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Mittwoch, 6. Mai 2015
Viele Köche verderben den Brei...
Immer wieder lese ich von Schwangeren, dass sie Vorschriften von ihrem Umfeld bekommen. Wie sie leben sollen, was sie essen oder trinken sollen, wie arbeiten, wie bewegen etc. Sei es von der Mutter, Schwiegermutter, Schwägerin, Partner oder auch Nachbarn.
Desweiteren beklagen sich die frischgebackenen Mütter, dass ihre Entscheidungen vom Umfeld kritisiert werden und sie sich dadurch verunsichern lassen.
Darüber habe ich nachgedacht. Bei mir äussert sich bis jetzt niemand so und ich denke, dass sich auch niemand gross in die Erziehung einmischen wird. Und wenn, dass ich da ziemlich gut kontern werde.
Warum ich davon so überzeugt bin?
Ganz einfach, jahrelanges Training mit den Pferden. 10 Reiter, 11 Meinungen.... Ist so. Wenn man unerfahren ist, dann hört man auf die anderen. Je mehr Erfahrung man sammelt, desto mehr Selbstvertrauen bekommt man und kann auch argumentieren. Das selbe bei der Hundeerziehung.
Doch ist es überheblich, andere Meinungen abzulehnen?
Grundsätzlich lehne ich nicht alles ab. Wenn mir jemand etwas erklären kann, was für mich Sinn macht, dann profitiere ich gerne von seinen Erfahrungen. Ich bin aus dem Alter heraus, wo ich immer meinen eigenen Kopf anschlagen will.
Manchmal suche ich auch bewusst nach anderen Meinungen, frag nach, weil ich mir unsicher bin.
Ich denke, das ist wohl auch etwas, was ich durch die lange Kinderwunschzeit sehr stark gelernt habe. Mir nichts aufdrängen zu lassen und trotzdem bei Fachleuten oder Menschen mit mehr Erfahrung Wissen abzuholen.
Hätte ich vor 9 Jahren ein Kind bekommen, wäre ich dazu nicht fähig gewesen.
Desweiteren beklagen sich die frischgebackenen Mütter, dass ihre Entscheidungen vom Umfeld kritisiert werden und sie sich dadurch verunsichern lassen.
Darüber habe ich nachgedacht. Bei mir äussert sich bis jetzt niemand so und ich denke, dass sich auch niemand gross in die Erziehung einmischen wird. Und wenn, dass ich da ziemlich gut kontern werde.
Warum ich davon so überzeugt bin?
Ganz einfach, jahrelanges Training mit den Pferden. 10 Reiter, 11 Meinungen.... Ist so. Wenn man unerfahren ist, dann hört man auf die anderen. Je mehr Erfahrung man sammelt, desto mehr Selbstvertrauen bekommt man und kann auch argumentieren. Das selbe bei der Hundeerziehung.
Doch ist es überheblich, andere Meinungen abzulehnen?
Grundsätzlich lehne ich nicht alles ab. Wenn mir jemand etwas erklären kann, was für mich Sinn macht, dann profitiere ich gerne von seinen Erfahrungen. Ich bin aus dem Alter heraus, wo ich immer meinen eigenen Kopf anschlagen will.
Manchmal suche ich auch bewusst nach anderen Meinungen, frag nach, weil ich mir unsicher bin.
Ich denke, das ist wohl auch etwas, was ich durch die lange Kinderwunschzeit sehr stark gelernt habe. Mir nichts aufdrängen zu lassen und trotzdem bei Fachleuten oder Menschen mit mehr Erfahrung Wissen abzuholen.
Hätte ich vor 9 Jahren ein Kind bekommen, wäre ich dazu nicht fähig gewesen.
Freitag, 17. April 2015
Telefonat mit meiner CNBC-Cousine
Endlich hatten wir Zeit. Es ist immer schön, mit meiner Cousine zu telefonieren, wir sind uns sehr ähnlich. Bereits als Kinder war sie meine Lieblingscousine von den 6 Cousinen.
Sie ist so lieb, sie hat vor Freude geweint, als sie las, dass ich nun doch schwanger bin. Sie freut sich riesig für mich. Sie ist bereits Patentante bei den beiden Kinder von ihren Schwestern und neben ihrem Geschäft und ihren Tieren hat sie keine weitere Kapazität. Das ist ok für mich, ich dachte es mir. Sie hat soviel um die Ohren und etwas Zeit braucht man ja auch noch für einem selber.
Wir sprachen auch über Bemerkungen zur Kinderlosigkeit. Es tut mir weh, zu wissen, dass die Leute so unsensibel mit ihr umgehen. Nicht nur Fremde, sondern auch Freunde und Familie mit Kindern lassen immer mal wieder Sprüche fallen, obwohl sie über ihre Situation Bescheid wissen. Warum sind Menschen so? Ich hoffe, ich werde nie so.
Natürlich sprachen wir auch über unsere Pferde, die Leidenschaft verbindet uns sehr. Niemand sonst in der Familie ist so angefressen wie wir. Und auch über die Hunde. Wir beide lieben Tiere sehr.
Sie ist so lieb, sie hat vor Freude geweint, als sie las, dass ich nun doch schwanger bin. Sie freut sich riesig für mich. Sie ist bereits Patentante bei den beiden Kinder von ihren Schwestern und neben ihrem Geschäft und ihren Tieren hat sie keine weitere Kapazität. Das ist ok für mich, ich dachte es mir. Sie hat soviel um die Ohren und etwas Zeit braucht man ja auch noch für einem selber.
Wir sprachen auch über Bemerkungen zur Kinderlosigkeit. Es tut mir weh, zu wissen, dass die Leute so unsensibel mit ihr umgehen. Nicht nur Fremde, sondern auch Freunde und Familie mit Kindern lassen immer mal wieder Sprüche fallen, obwohl sie über ihre Situation Bescheid wissen. Warum sind Menschen so? Ich hoffe, ich werde nie so.
Natürlich sprachen wir auch über unsere Pferde, die Leidenschaft verbindet uns sehr. Niemand sonst in der Familie ist so angefressen wie wir. Und auch über die Hunde. Wir beide lieben Tiere sehr.
Mittwoch, 15. April 2015
Spannendes Gespräch...
Ich bin ja in meinem tiefsten Inneren davon überzeugt, dass nichts ohne Grund passiert. Während den 9 Jahren Kinderwunsch geriet jedoch diese Einstellung sehr ins Wanken.
Mittlerweile denke ich, dass die 9 Jahre brauchte, da ich in der Zeit innerlich sehr gewachsen bin. Ich konnte unser verfluchtes familiäres Missbrauchkarma, dass sich schon über mehrere Generationen hält und jeder darüber schweigt, wohl für mich dank meinem Therapeut auflösen. Väterlicherseits ist meine Familie von Verstoss gekennzeichnet, beide Grosseltern wurden als Teenies wegen Geldproblemen weggegeben, in der Schweiz nannte man sie Verdingkinder. Auch das prägte mich.
Bitte nicht falsch verstehen, meine Eltern wollten von Herzen nur das Beste für mich, sie sind jedoch auch nur das Produkt ihrer Erlebnisse und Erziehung.
Ja, jedenfalls habe ich die letzten 3 Jahre in der Traumatherapie viel von denen Themen aufgearbeitet und hoffe, dass meine Kinder frei von den Geschichten aufwachsen, genetisch (Erfahrungen werden auch genetisch vererbt) wie auch in der sozialen Prägung.
Jetzt, 9 Jahre später, erlebe ich nur extreme, emotionale Freude und Unterstützung bei Bekanntgabe der Schwangerschaft. Was gibt es besseres für einen Grundstein in 2 neue Leben?
Zurück zum heutigen Gespräch: Mein eines Pferd hustet seit 1 Jahr. Ich habe bereits x-tausende Franken in die Behandlung investiert, Zeit, Energie und Nerven. Als letzter Versuch kommt jetzt ein Tierarzt, der feinfühlig ist und Bioresonanz macht. Er ist etwas kurlig, doch sehr lieb, und gibt sein ganzes Herz für seine vierbeinigen Patienten, egal ob Haus- oder Nutztier. Er erzählt bei der Behandlung jedesmal sehr viel, über die Abläufe im Organismus, in der Seele, über Karma, Vorleben etc. Diesmal lies er bei seinen Erzählungen einen Satz fallen (er weiss nicht, dass ich schwanger bin): Kinder suchen sich die Eltern aus. Sie entscheiden, in welches Leben sie geboren werden wollen.
Als erstes dachte ich, meine Kinder sagten sich wohl, ne du, arbeite mal erst all diesen Seelenmüll vom Familienkarma selber auf. Dann sind wir auch bereit, zu kommen.
Der nächste Gedanke war, dass diese Sätze für jemand in der Kinderwunschschleife sehr hart sind. Man bekommt Angst, dass sich keine Kinder für das Leben bei einem entscheidet und fängt alles an zu hinterfragen. Oder man fällt in ein Loch, weil es Kinder gibt, die sich für ein Leben mit Gewalt, Krieg, Hungersnot, Einsamkeit, Krankheit etc entscheiden und niemand in das Leben voller Liebe bei einem Kinderwunschpaar kommen will.
Man kann es drehen wie man will, die Welt ist ungerecht, und trotzdem hat alles einen tieferen Sinn.
Ich wünsche allen Langzeitkinderwunschpaaren, dass die Kinder sich bald für ein Leben bei euch entscheiden. Ich weiss, dass ihr alle fantastische Eltern sein werdet, da ihr euer Glück mit aller Liebe grosszieht.
Mittlerweile denke ich, dass die 9 Jahre brauchte, da ich in der Zeit innerlich sehr gewachsen bin. Ich konnte unser verfluchtes familiäres Missbrauchkarma, dass sich schon über mehrere Generationen hält und jeder darüber schweigt, wohl für mich dank meinem Therapeut auflösen. Väterlicherseits ist meine Familie von Verstoss gekennzeichnet, beide Grosseltern wurden als Teenies wegen Geldproblemen weggegeben, in der Schweiz nannte man sie Verdingkinder. Auch das prägte mich.
Bitte nicht falsch verstehen, meine Eltern wollten von Herzen nur das Beste für mich, sie sind jedoch auch nur das Produkt ihrer Erlebnisse und Erziehung.
Ja, jedenfalls habe ich die letzten 3 Jahre in der Traumatherapie viel von denen Themen aufgearbeitet und hoffe, dass meine Kinder frei von den Geschichten aufwachsen, genetisch (Erfahrungen werden auch genetisch vererbt) wie auch in der sozialen Prägung.
Jetzt, 9 Jahre später, erlebe ich nur extreme, emotionale Freude und Unterstützung bei Bekanntgabe der Schwangerschaft. Was gibt es besseres für einen Grundstein in 2 neue Leben?
Zurück zum heutigen Gespräch: Mein eines Pferd hustet seit 1 Jahr. Ich habe bereits x-tausende Franken in die Behandlung investiert, Zeit, Energie und Nerven. Als letzter Versuch kommt jetzt ein Tierarzt, der feinfühlig ist und Bioresonanz macht. Er ist etwas kurlig, doch sehr lieb, und gibt sein ganzes Herz für seine vierbeinigen Patienten, egal ob Haus- oder Nutztier. Er erzählt bei der Behandlung jedesmal sehr viel, über die Abläufe im Organismus, in der Seele, über Karma, Vorleben etc. Diesmal lies er bei seinen Erzählungen einen Satz fallen (er weiss nicht, dass ich schwanger bin): Kinder suchen sich die Eltern aus. Sie entscheiden, in welches Leben sie geboren werden wollen.
Als erstes dachte ich, meine Kinder sagten sich wohl, ne du, arbeite mal erst all diesen Seelenmüll vom Familienkarma selber auf. Dann sind wir auch bereit, zu kommen.
Der nächste Gedanke war, dass diese Sätze für jemand in der Kinderwunschschleife sehr hart sind. Man bekommt Angst, dass sich keine Kinder für das Leben bei einem entscheidet und fängt alles an zu hinterfragen. Oder man fällt in ein Loch, weil es Kinder gibt, die sich für ein Leben mit Gewalt, Krieg, Hungersnot, Einsamkeit, Krankheit etc entscheiden und niemand in das Leben voller Liebe bei einem Kinderwunschpaar kommen will.
Man kann es drehen wie man will, die Welt ist ungerecht, und trotzdem hat alles einen tieferen Sinn.
Ich wünsche allen Langzeitkinderwunschpaaren, dass die Kinder sich bald für ein Leben bei euch entscheiden. Ich weiss, dass ihr alle fantastische Eltern sein werdet, da ihr euer Glück mit aller Liebe grosszieht.
Freitag, 10. April 2015
Plaaaatz....
Ich habe eigentlich gehofft, dass diese Woche mein Paket mit den Umstandshosen kommt. Ich habe seit 2 Wochen gerade noch 1 Jeans, die nicht drückt. Sonst gehen nur noch Trainerhosen und Leggins. Und jetzt wird auch die Jeans unbequem. Doch ja, sie muss jetzt noch übers Wochenende sicher reichen.
Meine Cousine hat mich gestern kurz angerufen. Das erste, was sie sagte, dass sie vor Freude geweint hatte, als sie mein Mail las. Sie war total aus dem Häusschen und freut sich sehr, dass es bei uns nun doch noch klappt. Wir konnten nicht lange telefonieren, es kam dann gleich Kundschaft. Sie ruft mich am Montag nochmals an. Ob sie Patentante sein will oder nicht, hat sie mir noch nicht gesagt.
Dieses Wochenende habe ich einen Energetikkurs auf meinem Hof. Das wird anstrengend. Doch wir schaffen das. Zusätzlich kommt Sonntag Abend noch jemand Probereiten, die sich für eine Reitbeteiligung interessiert. Hoffen wir, es klappt dieses Mal.
Die beiden Krümel üben wohl schon Karate oder so. Ich hab das Gefühl, es wird von innen gegen meine Gebärmutter gedrückt. Sie wollen wohl mehr Platz.
Meine Cousine hat mich gestern kurz angerufen. Das erste, was sie sagte, dass sie vor Freude geweint hatte, als sie mein Mail las. Sie war total aus dem Häusschen und freut sich sehr, dass es bei uns nun doch noch klappt. Wir konnten nicht lange telefonieren, es kam dann gleich Kundschaft. Sie ruft mich am Montag nochmals an. Ob sie Patentante sein will oder nicht, hat sie mir noch nicht gesagt.
Dieses Wochenende habe ich einen Energetikkurs auf meinem Hof. Das wird anstrengend. Doch wir schaffen das. Zusätzlich kommt Sonntag Abend noch jemand Probereiten, die sich für eine Reitbeteiligung interessiert. Hoffen wir, es klappt dieses Mal.
Die beiden Krümel üben wohl schon Karate oder so. Ich hab das Gefühl, es wird von innen gegen meine Gebärmutter gedrückt. Sie wollen wohl mehr Platz.
Donnerstag, 9. April 2015
Überwältigt....
Die Reaktionen von meinem Umfeld sind einfach herzlich.
Ich will im Herbst nochmals einen Kurs mit meiner Trainerin machen, obwohl ich selber nicht mitreiten kann. Sie hat mir dann als Terminvorschlag ein Wochenende im Dez. gesendet. Das ist für mich nicht realistisch... Lange dachte ich darüber nach, was schreibe ich... Sie ist sehr ausgebucht, und es ist schwierig, sie für ein Kurswochenende zu bekommen. Ich entschied mich für die Wahreit, ich schrieb ihr, das wir Zwillinge im Herbst erwarten und ich es nicht schaffen werde, 2 Säuglinge zu versorgen und zu stillen und gleichzeitig den das ganze Wochenende in der Reithalle zu sein, vorallem nicht im Winter. Doch mir sei klar, dass sie sehr ausgebucht sei, ich würde mich sonst über einen Termin im April 2016 freuen. Die Antwort lautete, dass sie sich für uns freut, das sei eine tolle Neuigkeit. Sie würde mir sonst ihr einziges, freies Wochenende im September anbieten, da sie sehr gerne zu uns kommt. Ich rief umgehend die Besitzer der Reithalle an, sie ist frei, wir können im September nochmals einen Kurs machen.
Dann informierte mein Mann noch den Hundeverein. Ich bin ja seit Wochen nicht mehr ins Training. Auch da war die Freude gross, ich bekam nachher ganz liebe Whatup Nachrichten.
Desweiteren habe ich es meiner Einstellerin gesagt, die eben auch in der Kinderwunschschleife steckt. Das hat mir ja etwas Bauchweh gemacht, da ich sie nicht verletzen will. Ich weiss ja wohl sehr gut, wie das ist, wenn man sich ein Kind wünscht, die Frauen rundherum schwanger werden und bei einem selber passiert nichts. Es tut verdammt weh. Ich kann soooo nachfühlen. Doch ihre Reaktion war sehr herzlich, sie freut sich sehr für mich. Sie war jedoch auch erstaunt, weil ich mein Kinderwunsch nie geäussert habe. Ich habe ihr dann gesagt, das der seit 9 Jahren exzistiert und auch, wie es zu den Zwillingen kam. Da war ihre Freude noch viel grösser.
Meiner Cousine habe ich geschrieben, ich möchte sie ja als Patentante. Doch sie ist auch eine ungewollt kinderlose Frau, die den Weg gewählt hat, damit zu leben, was ich sehr bewundere.
Ich habe ihr absichtlich geschrieben und nicht angerufen, damit sie in Ruhe ihre Emotionen leben kann und ich sie mit meiner Freude nicht überrumple. Ich warte auf ihre Antwort betreffend Patentante, sie hat sehr viel um die Ohren, ist sehr erfolgreich mit ihrem Geschäft, ich weiss nicht, ob sie diese Aufgabe auch noch übernehmen kann. (Habe ihr klar geschrieben, dass ich nicht enttäuscht bin bei einer Absage, im Gegenteil, dass ich ihre Ehrlichkeit zu schätzen weiss).
Meine Mutter ist jedoch die Beste von allen... Sie freut sich so, es werden ihre einzigen Enkelkinder sein, ich bin ein Einzelkind. Sie rief mich vorhin an, sie sei im Einkaufsgeschäft, da hätte es gaaanz viele Babysachen reduziert ausgelegt, Ob sie welche kaufen soll (sie hat ja bereits zu Ostern Bodys gekauft...). Ich sagte ihr, ja, aber vorallem langärmlige Sachen für den Winter. Jaja, dass sei klar... Und neutrale Farben, nicht rosa oder hellblau, wir wissen ja nicht, was es gibt. Jaja... Sie ist voll im Omafieber ♥♥
Ich will im Herbst nochmals einen Kurs mit meiner Trainerin machen, obwohl ich selber nicht mitreiten kann. Sie hat mir dann als Terminvorschlag ein Wochenende im Dez. gesendet. Das ist für mich nicht realistisch... Lange dachte ich darüber nach, was schreibe ich... Sie ist sehr ausgebucht, und es ist schwierig, sie für ein Kurswochenende zu bekommen. Ich entschied mich für die Wahreit, ich schrieb ihr, das wir Zwillinge im Herbst erwarten und ich es nicht schaffen werde, 2 Säuglinge zu versorgen und zu stillen und gleichzeitig den das ganze Wochenende in der Reithalle zu sein, vorallem nicht im Winter. Doch mir sei klar, dass sie sehr ausgebucht sei, ich würde mich sonst über einen Termin im April 2016 freuen. Die Antwort lautete, dass sie sich für uns freut, das sei eine tolle Neuigkeit. Sie würde mir sonst ihr einziges, freies Wochenende im September anbieten, da sie sehr gerne zu uns kommt. Ich rief umgehend die Besitzer der Reithalle an, sie ist frei, wir können im September nochmals einen Kurs machen.
Dann informierte mein Mann noch den Hundeverein. Ich bin ja seit Wochen nicht mehr ins Training. Auch da war die Freude gross, ich bekam nachher ganz liebe Whatup Nachrichten.
Desweiteren habe ich es meiner Einstellerin gesagt, die eben auch in der Kinderwunschschleife steckt. Das hat mir ja etwas Bauchweh gemacht, da ich sie nicht verletzen will. Ich weiss ja wohl sehr gut, wie das ist, wenn man sich ein Kind wünscht, die Frauen rundherum schwanger werden und bei einem selber passiert nichts. Es tut verdammt weh. Ich kann soooo nachfühlen. Doch ihre Reaktion war sehr herzlich, sie freut sich sehr für mich. Sie war jedoch auch erstaunt, weil ich mein Kinderwunsch nie geäussert habe. Ich habe ihr dann gesagt, das der seit 9 Jahren exzistiert und auch, wie es zu den Zwillingen kam. Da war ihre Freude noch viel grösser.
Meiner Cousine habe ich geschrieben, ich möchte sie ja als Patentante. Doch sie ist auch eine ungewollt kinderlose Frau, die den Weg gewählt hat, damit zu leben, was ich sehr bewundere.
Ich habe ihr absichtlich geschrieben und nicht angerufen, damit sie in Ruhe ihre Emotionen leben kann und ich sie mit meiner Freude nicht überrumple. Ich warte auf ihre Antwort betreffend Patentante, sie hat sehr viel um die Ohren, ist sehr erfolgreich mit ihrem Geschäft, ich weiss nicht, ob sie diese Aufgabe auch noch übernehmen kann. (Habe ihr klar geschrieben, dass ich nicht enttäuscht bin bei einer Absage, im Gegenteil, dass ich ihre Ehrlichkeit zu schätzen weiss).
Meine Mutter ist jedoch die Beste von allen... Sie freut sich so, es werden ihre einzigen Enkelkinder sein, ich bin ein Einzelkind. Sie rief mich vorhin an, sie sei im Einkaufsgeschäft, da hätte es gaaanz viele Babysachen reduziert ausgelegt, Ob sie welche kaufen soll (sie hat ja bereits zu Ostern Bodys gekauft...). Ich sagte ihr, ja, aber vorallem langärmlige Sachen für den Winter. Jaja, dass sei klar... Und neutrale Farben, nicht rosa oder hellblau, wir wissen ja nicht, was es gibt. Jaja... Sie ist voll im Omafieber ♥♥
Samstag, 4. April 2015
Endspurt 1. Trimenon
Die 12. Woche rückt näher... noch 3 Wochen, und die 12. ist sogar schon durch.
Somit kommen wir an die magische Grenze, nach der wir es offen erzählen.
Anfangs konnte ich kaum schweigen, ich wollte es nach dem Untersuch am liebsten jedem erzählen. Mittlerweile geniesse ich die Privatsphäre. Ich möchte so arbeiten, wie es mein Körper mitmacht, dh. ich will mich noch nicht festlegen, was ich bis wann mache und wielange danach die Pause ist. Doch ich verstehe auch, wenn sich nicht alle meine Kunden auf das einlassen wollen.
Nun ja, es wird so werden, wie es sein soll.
Die Frage die sich mir stellt, soll ich es langsam einfach dann jemandem erzählen, wenn es gerade ins Gespräch passt (z.B. Terminplanung)? Oder soll ich es quasi mit einem Schlag öffentlich machen, z. B. über die FB-Seite meines Hofes?
Wenn ich es nur sporadisch erzähle, dann wird sich die Neuigkeit wie ein Lauffeuer verbreiten, Reiter sind gschwatzig ;) Und das lässt wieder Raum für Spekulationen, wie es mit dem Hof weitergeht.
Mache ich es öffentlich, stellt sich die Frage, wann. 13. SSW find ich etwas früh, doch man wird es mir wahrscheinlich mit Zwillingen eh ab der 16. SSW ansehen ;)
Was würdet ihr tun?
Somit kommen wir an die magische Grenze, nach der wir es offen erzählen.
Anfangs konnte ich kaum schweigen, ich wollte es nach dem Untersuch am liebsten jedem erzählen. Mittlerweile geniesse ich die Privatsphäre. Ich möchte so arbeiten, wie es mein Körper mitmacht, dh. ich will mich noch nicht festlegen, was ich bis wann mache und wielange danach die Pause ist. Doch ich verstehe auch, wenn sich nicht alle meine Kunden auf das einlassen wollen.
Nun ja, es wird so werden, wie es sein soll.
Die Frage die sich mir stellt, soll ich es langsam einfach dann jemandem erzählen, wenn es gerade ins Gespräch passt (z.B. Terminplanung)? Oder soll ich es quasi mit einem Schlag öffentlich machen, z. B. über die FB-Seite meines Hofes?
Wenn ich es nur sporadisch erzähle, dann wird sich die Neuigkeit wie ein Lauffeuer verbreiten, Reiter sind gschwatzig ;) Und das lässt wieder Raum für Spekulationen, wie es mit dem Hof weitergeht.
Mache ich es öffentlich, stellt sich die Frage, wann. 13. SSW find ich etwas früh, doch man wird es mir wahrscheinlich mit Zwillingen eh ab der 16. SSW ansehen ;)
Was würdet ihr tun?
Dienstag, 31. März 2015
Warum reitest du seit einiger Zeit nicht?
Das war heute die Frage einer Einstellerin.
Meine Antwort war, ich wollte noch einige Wochen warten mit erzählen, doch ich wolle sie auch nicht anlügen. Ich bin schwanger mit Zwillingen. Da es jedoch erst die 9. Woche ist und es viele noch nicht wissen, wäre ich froh, wenn sie ruhig sei.
1. Antwort: Ja wie willst du den das alles schaffen mit 2 Säuglingen?
Ich: Wir haben uns 9 Jahre Kinder gewünscht, es ist unser grösster Traum, da schaffen wir alles. Ausserdem unterstützen mich die Omas.
2. Ich gratulier dir noch nicht, es ist noch zu früh.
Ja, sie ist eine spezielle Person. Ich weiss jetzt nicht so genau, was ich von der 2. Aussage halten soll.
Meine Antwort war, ich wollte noch einige Wochen warten mit erzählen, doch ich wolle sie auch nicht anlügen. Ich bin schwanger mit Zwillingen. Da es jedoch erst die 9. Woche ist und es viele noch nicht wissen, wäre ich froh, wenn sie ruhig sei.
1. Antwort: Ja wie willst du den das alles schaffen mit 2 Säuglingen?
Ich: Wir haben uns 9 Jahre Kinder gewünscht, es ist unser grösster Traum, da schaffen wir alles. Ausserdem unterstützen mich die Omas.
2. Ich gratulier dir noch nicht, es ist noch zu früh.
Ja, sie ist eine spezielle Person. Ich weiss jetzt nicht so genau, was ich von der 2. Aussage halten soll.
Freitag, 27. März 2015
In Gedenken....
An die 150 Menschen und die 5 Tierschutzhunde, die beim Flugzeugabsturz ihr Leben lassen mussten.
Mein Beileid an alle die Eltern, die ihr Kind verloren haben.
Mein Beileid an alle Schwester und Brüder, die ihr Geschwister verloren haben.
Mein Beileid an all die Frauen und Männer, die ihren Partner/ihre Partnerin verloren haben.
Mein Beileid an all die Freunde und Bekannte, die einen lieben Menschen verloren haben.
Es ist schwer vorstellbar, was für eine innere Not der Copilot hatte, dass er zu so einer Handlung fähig war. Warum hat niemand wahr genommen, dass er schwer krank ist und selbst- wie auch fremdgefährdet? War er so alleine in seinem Leben, dass er sich niemandem öffnen konnte?
Ich versuche immer, mein Umfeld emotional wahr zu nehmen und spreche meine Freunde an, wenn ich das Gefühl habe, es geht ihnen nicht gut. Ja, es ist belastend, sich die Probleme anderer anzuhören. Und ja, es ist sehr schwierig, über die eigenen Probleme zu reden. Ich hatte in meinem Leben 2 schwere Krisen mit Suizidgedanken. Und ich habe sie gemeistert, weil mein Mann, meine Freunde, meine Tiere und mein Therapeut mich stützen. Ich bin dankbar, so ein Umfeld zu haben.
Ich wünsche mir für heute, dass jeder psychisch kranke Mensch auf dieser Welt einen Vertrauten findet, dem er sich öffnen kann.
Mein Beileid an alle die Eltern, die ihr Kind verloren haben.
Mein Beileid an alle Schwester und Brüder, die ihr Geschwister verloren haben.
Mein Beileid an all die Frauen und Männer, die ihren Partner/ihre Partnerin verloren haben.
Mein Beileid an all die Freunde und Bekannte, die einen lieben Menschen verloren haben.
Es ist schwer vorstellbar, was für eine innere Not der Copilot hatte, dass er zu so einer Handlung fähig war. Warum hat niemand wahr genommen, dass er schwer krank ist und selbst- wie auch fremdgefährdet? War er so alleine in seinem Leben, dass er sich niemandem öffnen konnte?
Ich versuche immer, mein Umfeld emotional wahr zu nehmen und spreche meine Freunde an, wenn ich das Gefühl habe, es geht ihnen nicht gut. Ja, es ist belastend, sich die Probleme anderer anzuhören. Und ja, es ist sehr schwierig, über die eigenen Probleme zu reden. Ich hatte in meinem Leben 2 schwere Krisen mit Suizidgedanken. Und ich habe sie gemeistert, weil mein Mann, meine Freunde, meine Tiere und mein Therapeut mich stützen. Ich bin dankbar, so ein Umfeld zu haben.
Ich wünsche mir für heute, dass jeder psychisch kranke Mensch auf dieser Welt einen Vertrauten findet, dem er sich öffnen kann.
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Samstag, 21. März 2015
Familienkarma???
Eigentlich ist es in meiner Familie mütterlicherseits so, dass alle ganz schnell schwanger werden. Des öfteren auch ungewollt, wenn es sowas wie ungewollt wirklich gibt.
Väterlicherseits ist es so, dass ich auch eine Cousine mit unerfülltem Kinderwunsch habe, doch beim Rest funktioniert die Fortpflanzung problemlos.
Meine Schwiegereltern haben auch wie wir 9 Jahre auf ein Kind gewartet und zuvor, auch wie wir, eine FG gehabt. Problematik ist die gleiche, mein Mann hat seinen Hodenhochstand von seinem Vater geerbt.
Ist das unser Familienkarma? Ja, ich glaub an sowas, bin mittels Psychotherapie solche familieninterne Verhaltensmuster am auflösen. Und hoffe, dass einiges geklärt ist. Meine Kinder dürfen gerne meine blauen Augen erben, doch den emotionalen Schrott (Epinetik) müssen sie nicht unbedingt mitnehmen.
Jedenfalls waren wir gestern bei meinen Schwiegereltern. Meine Schwiegermutter hatte den 75. Geburtstag und ausserdem feierten sie goldene Hochzeit. Das grosse Familienfest ist sonntags. Mein Mann wollte die frohe Botschaft über Nachwuchs bringen.
Sie wussten erst nicht was sagen doch freuten sie sich. Wir sprachen noch lange über die vergangenen 9 Jahre. Und ich stellte fest, dass meine Schwiegermutter genau wusste, was ich in der Zeit durchmachte und fühlte. Meine Mutter verstand mich nie, klar, sie wurde im ersten Zyklus schwanger.
Sie sagten auch, dass,wenn es ihnen gesundheitlich möglich ist (sie sind sehr rüstig), mir gerne unter die Arme greifen werden.
Jetzt wissen die Grosseltern, Agilitytrainer, meine beste Freundin, eine weitere Freundin und unser Stall-Nesthäckchen ;) sowie ein Kollege von meinem Mann über unser doppeltes Glück Bescheid. Das ist vorerst mal genug, der Rest muss sich bis ende April gedulden, sofern ich es noch solange schaffe, mich bei den Ausritteinladungen rauszureden ;)
Sonntag, 15. März 2015
Gesellschaftskonform?
Gestern teilte eine ehemalige Schulfreundin von mir ein Foto von ihr und ihrem Säugling auf Facebook. Ich drückte "gefällt mir" und es fiel mir auf, dass so ziemlich jeder aus unserer damaligen Klasse dies auch getan hat. Da war ich erstaunt. Ich bin mit all denen auch befreundet und noch nie ist mir aufgefallen, dass einer "gefällt mir" gedrückt hat.
Also scrollte ich bei meiner Schulfreundin auf der Pinnwand runter, da ich wusste, dass sie vor der Mutterschaft Fotos von ihr und ihrem Hund oder beim Reiten geteilt hat. Halt so Fotos, wie ich auch auf FB teile. Bei keinem der tierischen Fotos war ein "like" von den Klassenkammeraden, ausser von mir und ihrer besten Freundin.
Das gab mir ein Stich ins Herzen. Ist man nur Gesellschaftskonform mit Kind? Andere schöne Momente sind nicht eine Beachtung wert? Dies macht den Druck für Kinderwünschler noch höher und schiebt ungewollt oder auch gewollt kinderlose noch mehr an den Rand der Gesellschaft.
Ich habe viele kinderlose Freunde, die einen wollen bewusst keine Kinder, bei einigen weiss ich, dass es nie welche gab und bei anderen ist es einfach noch nicht soweit. Ich freue mich mit ihnen über jeden schönen Moment im Leben, jeden Erfolg und jede Liebe, egal ob 2 oder 4beinig.
Also scrollte ich bei meiner Schulfreundin auf der Pinnwand runter, da ich wusste, dass sie vor der Mutterschaft Fotos von ihr und ihrem Hund oder beim Reiten geteilt hat. Halt so Fotos, wie ich auch auf FB teile. Bei keinem der tierischen Fotos war ein "like" von den Klassenkammeraden, ausser von mir und ihrer besten Freundin.
Das gab mir ein Stich ins Herzen. Ist man nur Gesellschaftskonform mit Kind? Andere schöne Momente sind nicht eine Beachtung wert? Dies macht den Druck für Kinderwünschler noch höher und schiebt ungewollt oder auch gewollt kinderlose noch mehr an den Rand der Gesellschaft.
Ich habe viele kinderlose Freunde, die einen wollen bewusst keine Kinder, bei einigen weiss ich, dass es nie welche gab und bei anderen ist es einfach noch nicht soweit. Ich freue mich mit ihnen über jeden schönen Moment im Leben, jeden Erfolg und jede Liebe, egal ob 2 oder 4beinig.
Montag, 9. März 2015
Guter Riecher???
Bei uns sind die Autos so verteilt:
Ich fahre einen Kia Sorento, da ich ein grosses Auto zum Ziehen vom Pferdehänger brauche.
Mein Mann fährt einen Opel Corsa, da er täglich einiges an kms bis zur Arbeit macht und so die Kosten tief bleiben.
Mein Kia ist neu, 45 000 kms. Der Opel Corsa hat bereits 201 000 kms und wird wohl in den nächsten Monaten (oder Jahren???) ersetzt werden.
Letzte Woche haben wir uns darüber auch schon Gedanken gemacht, den je nach dem, ob es 1 oder 2 Babys werden, muss das Auto dem entsprechend gewählt werden. Bis anhin war der Mitsubishi Space Star unser Favorit, doch mit Kinder ist der definitiv zu klein.
Jedenfalls rief am Wochenende mein Schwiegervater meinen Mann an, und sagte, er hätte den Space Star angeschaut, der sei viel zu klein, er soll sich doch ein etwas grösseres Auto kaufen. Und falls es an den Finanzen scheitere, würde er uns einen Zuschuss geben. Wir waren ziemlich überrumpelt...
Ich fahre einen Kia Sorento, da ich ein grosses Auto zum Ziehen vom Pferdehänger brauche.
Mein Mann fährt einen Opel Corsa, da er täglich einiges an kms bis zur Arbeit macht und so die Kosten tief bleiben.
Mein Kia ist neu, 45 000 kms. Der Opel Corsa hat bereits 201 000 kms und wird wohl in den nächsten Monaten (oder Jahren???) ersetzt werden.
Letzte Woche haben wir uns darüber auch schon Gedanken gemacht, den je nach dem, ob es 1 oder 2 Babys werden, muss das Auto dem entsprechend gewählt werden. Bis anhin war der Mitsubishi Space Star unser Favorit, doch mit Kinder ist der definitiv zu klein.
Jedenfalls rief am Wochenende mein Schwiegervater meinen Mann an, und sagte, er hätte den Space Star angeschaut, der sei viel zu klein, er soll sich doch ein etwas grösseres Auto kaufen. Und falls es an den Finanzen scheitere, würde er uns einen Zuschuss geben. Wir waren ziemlich überrumpelt...
Donnerstag, 5. März 2015
Ende der Warteschleife.... Und Start einer neuen Warteschleife...
Heute war Bluttest. Zu Glück fanden sie gleich eine Vene (nicht selbstverständlich bei mir) und es floss. Dann musste ich ins Wartezimmer, sie würden mich rufen. Ok. Da sass ich dann... Und wartete, und wartete.... Nach 30min wurde ich unruhig und bekam langsam Angst, dass etwas nicht stimmt. Nach 45min kam mein Kiwu-Arzt und rief mich auf... Ok, meine Welt brach schnell zusammen. Der Arzt und nicht die Praxisasstentin, obwohl ich keinen Termin habe. Da stimmt was nicht. Das Verzweiflungsteufelchen sitzt noch immer fest auf meiner Schulter. Doch falscher Alarm. Mein HCG ist 498 14 Tage nach Transfer (SSW 4+3) und somit bin ich jetzt offiziell schwanger!!!! Ich kanns nicht glauben, auf einmal ging es extrem schnell. Der Arzt gratulierte mir, stellte einen neuen Medikamentenplan auf und fragte nach meinem Befinden. Er sagte noch, sobald Probleme wie Schmerzen im Unterleib oder Blutung auftritt, soll ich sofort vorbei kommen. Ich sprach mein Ziehen im Unterleib an und dass mich das verunsichert. Er schlug mir vor, bereits in einer Woche einen Ultraschall zu machen und nicht erst in 11 Tagen, um mich zu beruhigen. Dafür bin ich dankbar.
Dann befinden wir uns nun in der nächsten Warteschleife... Auf zum Ultraschalltermin und nun hoffen wir fest, dass da ein Herzchen schlägt. Ich konnte sogar zeitlich so den Termin vereinbaren, dass mein Mann dabei sein kann. Nun brauchen wir wieder alle verfügbaren Daumen, Pfötchen und Hufe, die uns bis dahin unterstützen.
Danach ging ich zu meinem Psychiater. Ich erzählte ihm von der Schwangerschaft (er war ein bisschen baff, wie schnell das jetzt ging, aber das sind wir auch) und halt auch, dass die Angst vor einem erneuten Abort da ist. Bei künstlicher Befruchtung ist das Risiko ja auch höher.
Wir sprachen dann noch darüber, dass ich die Schwangerschaft eigentlich bis zur 12. SSW geheim halten will, doch das es bereits jetzt schwierig ist, da ich nicht mehr reite (und das ist immerhin ein Teil meines Berufes) und mein Mann sich plötzlich stark an der Stallarbeit beteiligt, da er nicht will, dass ich schwer hebe etc. Er fragte dann, wieso ich es geheim halten will. Ich sagte, falls es ein Abort gibt. Seine Antwort war dann, ja das zieht mich eh in ein Loch, das wird mein Umfeld bemerken. Und dann muss ich mich erklären. Dann kann ich es ja jetzt schon erzählen und auch die Glückwünsche geniessen, oder? Darüber werde ich mal mit meinem Mann heute Abend sprechen, was er denkt.
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Montag, 2. März 2015
Schwangerschaftsanzeichen...
Seit gestern gehts richtig zur Sache bei meinem Körper... Die Umstellung der Hormone. Ich habe einen riiiiesen Pickel auf der Nase bekommen, der leuchtet wie eine rote Ampel. Ja auch sonst ist meine Haut mit Pickeln gekennzeichnet. Ich freue mich über jedes Pickelchen.
Gestern Nachmittag zog es im Unterleib, mir war schwindlig und leicht Übel. Jedoch hatte ich zum Ausreiten abgemacht und es fiel mir keine Ausrede ein. Also quälte ich mich auf den Putzplatz und sattelte meine eine Stute. Noch vor dem Aufsteigen dachte ich, na, wenn das gut geht, jetzt schwankt es dann noch dazu... Hoffentlich ko**e ich nicht vom Pferd runter. Ich stieg auf und ritt 200m2, alle Anzeichen verschwanden. Erst dachte ich, hoffentlich gibts kein Abort... Je länger wir unterwegs waren, desto besser fühlte ich mich. Das ist/sind definitiv mein/e Krümmel, sobald sie auf dem Pferd sitzen, sind sie happy ;)
Es wechselt von Schwindel, über Kopfschmerzen zu leichter Übelkeit und heute Nacht konnte ich zeitweise nicht auf dem Bauch liegen, wegen den Brüsten. Doch ich bin so happy, über jedes kleine Anzeichen (normalerweise will ich sterben, wenn es mir nicht gut geht) und leide überhaupt nicht.
Ich freue mich auf den Bluttest am Donnerstag.
Gestern Nachmittag zog es im Unterleib, mir war schwindlig und leicht Übel. Jedoch hatte ich zum Ausreiten abgemacht und es fiel mir keine Ausrede ein. Also quälte ich mich auf den Putzplatz und sattelte meine eine Stute. Noch vor dem Aufsteigen dachte ich, na, wenn das gut geht, jetzt schwankt es dann noch dazu... Hoffentlich ko**e ich nicht vom Pferd runter. Ich stieg auf und ritt 200m2, alle Anzeichen verschwanden. Erst dachte ich, hoffentlich gibts kein Abort... Je länger wir unterwegs waren, desto besser fühlte ich mich. Das ist/sind definitiv mein/e Krümmel, sobald sie auf dem Pferd sitzen, sind sie happy ;)
Es wechselt von Schwindel, über Kopfschmerzen zu leichter Übelkeit und heute Nacht konnte ich zeitweise nicht auf dem Bauch liegen, wegen den Brüsten. Doch ich bin so happy, über jedes kleine Anzeichen (normalerweise will ich sterben, wenn es mir nicht gut geht) und leide überhaupt nicht.
Ich freue mich auf den Bluttest am Donnerstag.
Mittwoch, 25. Februar 2015
Kinderwunsch und der Einbeinige
Mein Therapeut hat mal meinen Kinderwunsch mit der Amputation eines Beines verglichen.
So sehr man sich es auch wünscht, wenn man keine Kinder kriegen kann ist es so, ein Bein wächst auch nicht anch.
Man darf über den Verlust trauern, man soll auch.
Man muss lernen, mit dem Verlust zu leben, auch wenn es immer wieder schmerzt.
Ich habe mit dem Gedanken weitergespielt und ihn auf Situationen ausgeweitet, die ich in den letzten Jahren mit meinem Umfeld erlebt habe.
1. Ist doch nicht so schlimm, andere haben auch keine Kinder.
Würde man sagen: Ist doch nicht so schlimm, andere haben auch nur 1 Bein?
2. Du musst deine Lebensumstände/Gewohnheiten ändern, so klappt das nie.
Würde man sagen: Du bist selber Schuld, dass du Auto gefahren bist und bei einem Unfall dein Bein verloren hast?
3. Nimm dir den Druck aus dem Wunsch, ein Kind zu haben.
Kann man es einem Einbeinigen verübeln, dass er sich ein 2. Bein wünscht.
4. Bis doch nicht traurig, das Leben geht weiter.
Sag das mal zu jemandem, der gerade lernen muss, mit einem Bein durchs leben zu gehen.
5. Man hat gerade frisch die Diagnose, dass es schwierig bis unmöglich wird, ein Kind zu bekommen und/oder hatte gerade ein Abort. Nun findet ein Familienfest statt, an dem von der Schwangeren, über ein Säugling bis zu Kleinkindern alles vertreten ist. Ich will absagen, erkläre, das ich das momentan nicht ertrage. Antwort der Gastgeber: Ich bin sooo entäuscht das du nicht kommst. Du musst lernen, damit umzugehen. Du kannst dich ja an einen anderen Tisch setzen.
Würde man von einer jungen Frau die gerade ihr Bein verloren hat erwarten, dass sie an eine Modeshow kommt, an der lauter hübsche junge Frauen mit 2 wunderschönen Beinen über den Catwalk stolzieren, dass sie mitkommt, wenn sie es nicht erträgt?
5. Du musst halt dein Leben so einrichten, dass es Platz für ein Kind gibt.
Richte dein Leben so ein, dass es Platz gibt für ein 2. Bein, falls es nachwächst.
6. Künstliche Befruchtung? Muss das sein? Gott spielen?
Ein Einbeiniger würde alles dafür machen, dass sein Bein nachwächst, Auch wenn nur ein Fünkchen Hoffnung besteht.
7. Man kann nicht alles im Leben haben....
Sagt der der 2-Beinige oder die Mutter / der Vater von mind. 1 Kind....
8. Dafür hast du ein Haus/ein Mann /Pferde usw.
Das ändert nichts daran, dass man über den Verlust des Beines/Kindes trauert....
9. Anderen geht es schlechter wie dir...
Das finde ich das Totschlag-Argument schlecht hin... Da bin ich einfach sprachlos über so wenig Mitgefühl.
10. Bist du wirklich überzeugt, dass du ein Kind willst, oder beugst du dich dem gesellschaftlichen Druck?
Ok, jetzt ersetze das Wort Kind durch zweites Bein.... Hört sich doof an...
Mir ist klar, dass es fürs Umfeld auch nicht einfach ist. Wenn es einen nahestehenden Menschen betrifft, was sagen? Am meisten geholfen haben mir die Menschen, die mit mir geweint haben. Ich wusste, dass ihr Mitgefühl echt ist und sie verstehen, wie ich mich fühle. Auch tröstende Gesten (in den Arm nehmen, die Hand nehmen und drücken, Taschentuch reichen) helfen sehr. Doch versucht nicht die Tränen zu unterbrechen oder Hoffnung zu machen. Trauer muss sein und Hoffnung machen kommt falsch an. Seit einfach da. Wenn ihr nicht wisst was sagen, dann schweigt.
Es hat noch weitere Parallelen zwischen dem Kinderwunsch und dem Verlust eines Beines.
Mit der Diagnose bekommt man eine "Behinderung" mitgeteilt. D.h. man weiss, dass der Körper nicht so ist, wie es sich die Gesellschaft vorstellt. Man hadert. Die einen, die bereits eh schon Mühe hatten, ihren Körper anzunehmen mehr, wie die, die ihr Ausssehen perfekt finden. Aber alle haben Mühe. Man muss wieder Lernen, seinen Körper zu akzeptieren. Und hat evtl. einen Selbsthass auf sich. Das kann Jahre dauern. Darunter leidet auch sehr das Selbstvertrauen und auch die Sexualität. Dies wirkt sich auch aufs Umfeld aus, Beziehung, Job, gesellschaftliche Unternehmungen etc.
Ich hatte 2003 einen schweren Autounfall. Eingeklemmt bis zur Hüfte (Feuerwehr brauchte 1.5h bis sie mich bergen konnte), Von der Hüfte abwärts war alles gebrochen, und ich hatte eine Lungenembolie. Ich war 1 Monat bettlägrig, war 4 Monate im Rollstuhl und musste wieder laufen lernen. Es war unklar, ob ich jemals wieder ohne Krücken gehen kann.
Heute bewältige ich mein Leben wie jeder andere auch. Mir merkt niemand was an von dem Unfall. Das einzige, was noch daran erinnert, ist der versteifte Fuss und das genietete Knie, doch auch das fällt im Alltag nicht auf.
Jeder findet meinen Autounfall unheimlich schlimm und zeigt Mitgefühl.
Doch das Thema Kinderlosigkeit sehen sie dagegen als halt dumme Gebenheit, mit der man leben muss.
Ich leide tagtäglich mehr an der Kinderlosigkeit wie an den Verletzungen vom Autounfall.
So sehr man sich es auch wünscht, wenn man keine Kinder kriegen kann ist es so, ein Bein wächst auch nicht anch.
Man darf über den Verlust trauern, man soll auch.
Man muss lernen, mit dem Verlust zu leben, auch wenn es immer wieder schmerzt.
Ich habe mit dem Gedanken weitergespielt und ihn auf Situationen ausgeweitet, die ich in den letzten Jahren mit meinem Umfeld erlebt habe.
1. Ist doch nicht so schlimm, andere haben auch keine Kinder.
Würde man sagen: Ist doch nicht so schlimm, andere haben auch nur 1 Bein?
2. Du musst deine Lebensumstände/Gewohnheiten ändern, so klappt das nie.
Würde man sagen: Du bist selber Schuld, dass du Auto gefahren bist und bei einem Unfall dein Bein verloren hast?
3. Nimm dir den Druck aus dem Wunsch, ein Kind zu haben.
Kann man es einem Einbeinigen verübeln, dass er sich ein 2. Bein wünscht.
4. Bis doch nicht traurig, das Leben geht weiter.
Sag das mal zu jemandem, der gerade lernen muss, mit einem Bein durchs leben zu gehen.
5. Man hat gerade frisch die Diagnose, dass es schwierig bis unmöglich wird, ein Kind zu bekommen und/oder hatte gerade ein Abort. Nun findet ein Familienfest statt, an dem von der Schwangeren, über ein Säugling bis zu Kleinkindern alles vertreten ist. Ich will absagen, erkläre, das ich das momentan nicht ertrage. Antwort der Gastgeber: Ich bin sooo entäuscht das du nicht kommst. Du musst lernen, damit umzugehen. Du kannst dich ja an einen anderen Tisch setzen.
Würde man von einer jungen Frau die gerade ihr Bein verloren hat erwarten, dass sie an eine Modeshow kommt, an der lauter hübsche junge Frauen mit 2 wunderschönen Beinen über den Catwalk stolzieren, dass sie mitkommt, wenn sie es nicht erträgt?
5. Du musst halt dein Leben so einrichten, dass es Platz für ein Kind gibt.
Richte dein Leben so ein, dass es Platz gibt für ein 2. Bein, falls es nachwächst.
6. Künstliche Befruchtung? Muss das sein? Gott spielen?
Ein Einbeiniger würde alles dafür machen, dass sein Bein nachwächst, Auch wenn nur ein Fünkchen Hoffnung besteht.
7. Man kann nicht alles im Leben haben....
Sagt der der 2-Beinige oder die Mutter / der Vater von mind. 1 Kind....
8. Dafür hast du ein Haus/ein Mann /Pferde usw.
Das ändert nichts daran, dass man über den Verlust des Beines/Kindes trauert....
9. Anderen geht es schlechter wie dir...
Das finde ich das Totschlag-Argument schlecht hin... Da bin ich einfach sprachlos über so wenig Mitgefühl.
10. Bist du wirklich überzeugt, dass du ein Kind willst, oder beugst du dich dem gesellschaftlichen Druck?
Ok, jetzt ersetze das Wort Kind durch zweites Bein.... Hört sich doof an...
Mir ist klar, dass es fürs Umfeld auch nicht einfach ist. Wenn es einen nahestehenden Menschen betrifft, was sagen? Am meisten geholfen haben mir die Menschen, die mit mir geweint haben. Ich wusste, dass ihr Mitgefühl echt ist und sie verstehen, wie ich mich fühle. Auch tröstende Gesten (in den Arm nehmen, die Hand nehmen und drücken, Taschentuch reichen) helfen sehr. Doch versucht nicht die Tränen zu unterbrechen oder Hoffnung zu machen. Trauer muss sein und Hoffnung machen kommt falsch an. Seit einfach da. Wenn ihr nicht wisst was sagen, dann schweigt.
Es hat noch weitere Parallelen zwischen dem Kinderwunsch und dem Verlust eines Beines.
Mit der Diagnose bekommt man eine "Behinderung" mitgeteilt. D.h. man weiss, dass der Körper nicht so ist, wie es sich die Gesellschaft vorstellt. Man hadert. Die einen, die bereits eh schon Mühe hatten, ihren Körper anzunehmen mehr, wie die, die ihr Ausssehen perfekt finden. Aber alle haben Mühe. Man muss wieder Lernen, seinen Körper zu akzeptieren. Und hat evtl. einen Selbsthass auf sich. Das kann Jahre dauern. Darunter leidet auch sehr das Selbstvertrauen und auch die Sexualität. Dies wirkt sich auch aufs Umfeld aus, Beziehung, Job, gesellschaftliche Unternehmungen etc.
Ich hatte 2003 einen schweren Autounfall. Eingeklemmt bis zur Hüfte (Feuerwehr brauchte 1.5h bis sie mich bergen konnte), Von der Hüfte abwärts war alles gebrochen, und ich hatte eine Lungenembolie. Ich war 1 Monat bettlägrig, war 4 Monate im Rollstuhl und musste wieder laufen lernen. Es war unklar, ob ich jemals wieder ohne Krücken gehen kann.
Heute bewältige ich mein Leben wie jeder andere auch. Mir merkt niemand was an von dem Unfall. Das einzige, was noch daran erinnert, ist der versteifte Fuss und das genietete Knie, doch auch das fällt im Alltag nicht auf.
Jeder findet meinen Autounfall unheimlich schlimm und zeigt Mitgefühl.
Doch das Thema Kinderlosigkeit sehen sie dagegen als halt dumme Gebenheit, mit der man leben muss.
Ich leide tagtäglich mehr an der Kinderlosigkeit wie an den Verletzungen vom Autounfall.
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