Loli wurde heute 6 Tage nach OP zurück auf die Neonatrie verlegt. Sie atmet wieder komplett selber, hat jedoch noch beim Trinken Sättigungsabfälle. Die Pflegerinnen der Neo sind sehr beeindruckt von den 2180gr Menschlein und finden ihren Kampfgeist bewundernswert. Sie ist das bis jetzt kleinste Baby, welches jemals eine Korrektur der Transposition der Arterien in Zürich erhalten hat und legt nun ein rekordverdächtiges Tempo in der Erholung hin.
Als wir Lolis Patenonkel erzählten, dass sie nach der OP 3-5 Wochen noch im Kinderspital bleiben muss, sagte er: Nö, das ist Lilas Tochter, die kommt schon nach 2.5 Wochen nach Hause. Mal schauen, ob er recht behält.
Von ihm hat Loli zur überstandenen OP ein antikes Schaukelpferd erhalten. Er hat es für sie gekauft und restauriert. Es ist wunderschön.
Nun mal aber zu uns 3 anderen... Loli und Lili sind heute 4 Wochen alt. Wir haben bereits so viel erlebt, dass ich das Gefühl habe, es wären Monate vergangen. Wie es uns geht:
Lili hatte extrem Mühe, dass sie Loli eine Woche lang nicht besuchen darf. Sie ist sonst schon immer gegen Abend geplagt mit 3-Monatskoliken. Normalerweise schreit sie dann so 5-10x 2 Minuten lang, bis der Krampf vorbei ist. Doch die Tage, an denen sie nicht zu Loli durfte, wurde es jeden Tag schlimmer. Sonntags schreite sie abends 3x zwei Stunden lang am Stück. Es hörte sich an, als würde man das Kind aufspiesen. So um 0.30h kam sie zur Ruhe, zu erschöpft um weiter zu schreien schlief sie in meinen Armen ein. Montags durfte sie zu Loli und der Spuck war wieder vorbei. Sie hat einfach wieder ihre paar Minuten wo sie krampft, jedoch kommen wir insgesamt nicht mal auf eine Stunde.
Ausserdem ist Lili bereits seit dem Alter von wenigen Tagen immer wieder halbtags fremd betreut, was für ein Säugling nicht natürlich ist. Auch sie hat es gar nicht einfach in der Situation.
Mein Mann ist krank geschrieben. Zu viel Stress. Zum Glück hat sein Arbeitgeber volles Verständnis und gibt ihm Zeit. Was an ihm am meisten nagt, ist, dass er die OP-Papiere unterschreiben musste mit dem Wissen, dass 4 von 100 Kindern bei der OP sterben. Tönt nach nicht viel. Wenn man jedoch weiss, dass 1 Kind von 100 mit einem Herzfehler zur Welt kommt und man der Vater von diesem Kind ist, dann ist eine Quote von 4% verdammt hoch.
Dazu kommt der Schlafentzug von den Sorgen, die Belastung von Haushalt, Kind zu Hause, Kind in der Klinik, Tiere und Partnerschaft mit dem Wissen, dass man nichts gerecht wird.
Bei mir sagen alle, ich würde verdammt gut aussehen, für das, dass ich eine schwierige SS hatte und jetzt den Alptraum jeder Zwillingsmutter lebe. Nun ja, ich war schon immer ein Pockerface und mir sieht man lange nicht an, dass ich auf dem Zahnfleisch gehe.
Ich habe durchschnittlich 6 Stunden Schlaf mit 2-3 Unterbrechungen, weil Lili Hunger hat. Da muss ich echt kämpfen, dass ich beim Füttern nicht einschlafe.... Dann denke ich immer, ohh mein Gott, hoffentlich schaffe ich den nächsten Tag! Und jeden Morgen bin ich erstaunt, wieviel Energie ich doch sammeln konnte.
Hart im Nehmen war ich schon immer, von dem her erstaunte es niemanden, dass ich nach fast 8 Wochen liegen und 24h nach Kaiserschnitt bereits quer von Ost- nach Westtrakt mit Baby im Arm zwischen Wochenbett und Neonatrie pendelte. Die ersten Tage waren hart, ich hatte kein Gefühl mehr für meinen Rumpf, Muskulatur weg. Heute gehts mir von dem her wieder sehr gut.
An was ich meinem Körper anmerkte, dass er erschöpft ist, war am Abpumpen/Versuch zum Stillen. Ich pumpte 10 Tage lang alle 4 Stunden Tag und Nacht ab. Dabei gewann ich gerade mal 20ml Milch. Meine Brüste schmerzten. Da meinte die Ärztin, ich soll abstillen. Der Stress würde die Milchproduktion verhindern und ich würde in die Gefahr laufen, eine Brustentzündung zu bekommen. Und das wäre sehr schlecht für meinen allgemeinen Zustand, ich soll meine Zeit nutzen, um für die Kinder da zu sein. Jetzt bekommen sie halt Milchpulver.
Da sind wir bei dem Punkt, der mich innerlich auffrisst. Ich gebe mehr, als ich kann. Ich gehe mit vollem Bewusstsein über meine Belastungsgrenze und gebe alles, was ich habe für meine Kinder. Und trotzdem weiss ich, dass ich keinem von beiden gerecht werde. Wenn dann noch z.B. Loli weint, wenn ich sie ins Bettchen zurück lege um nach Hause zu fahren oder ich 2 Stunden lang versuche mit allem Möglichen die Bauchschmerzen von Lili zu lindern und nichts hilft, breche ich in Tränen aus. Aus Verzweiflung, dass ich meinen Kindern den Schmerz nicht nehmen kann, dass sie so leiden und ich nichts dagegen tun kann.
Zudem trauere ich dem "Wochenbett" nach. Die ersten Wochen, die nur den Eltern und den Kindern gehören sollte und man einfach sich kennenlernt, miteinander kuschelt und das neue Glück geniesst, die Zeit hatte ich nicht. Und die werde ich nicht nachholen können. Meine Erinnerung an die ersten Wochen mit meinen Mädchen wird immer geprägt von Angst und Verzweiflung sein.
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Dienstag, 3. November 2015
Donnerstag, 7. Mai 2015
Vorbereitung mittels Hund
Letzte Woche sagte jemand zu mir:" Gut, du hast ja schon geübt mit den Hunden. Jeder sollte vor den Kindern Hunde anschaffen, um zu schauen, ob er dem gewachsen ist."
Wir haben 4 Hunde, 2 kamen im Alter von 6 Monaten vom Bauernhof zu uns (sonst wären sie ins Tierheim gekommen), das Weibchen kam mit 14 Wochen über den Tierschutz zu uns und einer ist ganz offiziell beim Züchter gekauft worden. Ich besuchte ihn jede Woche, das erste mal mit 7 Tagen, mit 9 Wochen zog er bei uns ein. Den nehme ich jetzt mal als Beispiel.
Wenn so ein Welpe einzieht, stellt das alles auf den Kopf. Jedesmal, wenn sie die Aktivität ändern, dh. vom Schlafen zum Spielen wechseln, fertig sind mit Fressen, muss man mit ihnen in den Garten, sonst passiert ein Unglück. Da kommt schon die erste Herausforderung. Wir dachten unser Garten ist hundesicher. Das stimmt, solange es keine Welpen sind.... Mein Mann hat dann mal schnell den ganzen Zaun ersetzt.
Das nächste ist, die Kleinen müssen schlafen gelegt werden. Unser Welpe randalierte in der Box, an schlafen war nicht zu denken. Gut, Welpe raus, auf die Schoss, streicheln bis in den Tiefschlaf und dann in ein Bettchen legen.
Nachts schlief er neben mir im Bettchen angeleint. Sobald er raus musste, machte er sich so bemerkbar. Dann tapsten wir zusammen in den Garten. Natürlich war er nachher fit und wollte nicht mehr schlafen. Was macht man? Man nimmt gegen alle Vorstellungen das Hundebaby ins Bett, damit er sich beim Kuscheln beruhigt und man weiter schlafen kann. Übrigens ist er heute noch mit über 3 Jahren davon überzeugt, dass sein Schlafplatz im Bett ist. Er schleicht sich jede Nacht zu uns, sobald er sicher ist, dass wir schlafen.
Man ist mit einem Welpen nicht mehr sehr flexibel. Termine werden so gelegt, dass jemand anders zu Hause ist, notfalls auch ein Hundesitter, oder der Welpe kommt mit.
Die Welpenspielstunde ist ein wöchentlicher Termin. Da übt man sich schon mal mit anderen (Hunde-)Eltern und mit Elterngesprächen. Unser war ein kleiner Racker, der gerne die anderen ärgerte... Quasi der Rüpel der Klasse.
Dazu gehört auch das schrittweise entdecken der Welt. ÖV fahren, Stadtbesuche, Einkaufen, erster Kontakt mit Wasser und und und...
Dann kam noch das Rudelinterne, den Hunde sind wie Kinder in der Gruppe, da zanken sich auch mal 2. Trennen und schlichten. Ermahnen.
Auch unsere Freizeitgestaltung läuft über die Hundeorganisation. Wir wollen in die Ferien? Mit Hunde? D.h. geeignetes Hotel oder besser Ferienwohnung finden. Ohne Hunde? Die aufteilen auf verschiedene Pflegeplätze.
Tagesausflüge ohne Hunde? Hundesitter muss her.
Der einzige Unterschied zu einem Kind ist, dass sie schneller selbstständig werden. Dafür bleiben sie auf dem Entwicklungsstand eines 3 Jährigen, wie Forscher bewiesen haben.
Wir haben 4 Hunde, 2 kamen im Alter von 6 Monaten vom Bauernhof zu uns (sonst wären sie ins Tierheim gekommen), das Weibchen kam mit 14 Wochen über den Tierschutz zu uns und einer ist ganz offiziell beim Züchter gekauft worden. Ich besuchte ihn jede Woche, das erste mal mit 7 Tagen, mit 9 Wochen zog er bei uns ein. Den nehme ich jetzt mal als Beispiel.
Wenn so ein Welpe einzieht, stellt das alles auf den Kopf. Jedesmal, wenn sie die Aktivität ändern, dh. vom Schlafen zum Spielen wechseln, fertig sind mit Fressen, muss man mit ihnen in den Garten, sonst passiert ein Unglück. Da kommt schon die erste Herausforderung. Wir dachten unser Garten ist hundesicher. Das stimmt, solange es keine Welpen sind.... Mein Mann hat dann mal schnell den ganzen Zaun ersetzt.
Das nächste ist, die Kleinen müssen schlafen gelegt werden. Unser Welpe randalierte in der Box, an schlafen war nicht zu denken. Gut, Welpe raus, auf die Schoss, streicheln bis in den Tiefschlaf und dann in ein Bettchen legen.
Nachts schlief er neben mir im Bettchen angeleint. Sobald er raus musste, machte er sich so bemerkbar. Dann tapsten wir zusammen in den Garten. Natürlich war er nachher fit und wollte nicht mehr schlafen. Was macht man? Man nimmt gegen alle Vorstellungen das Hundebaby ins Bett, damit er sich beim Kuscheln beruhigt und man weiter schlafen kann. Übrigens ist er heute noch mit über 3 Jahren davon überzeugt, dass sein Schlafplatz im Bett ist. Er schleicht sich jede Nacht zu uns, sobald er sicher ist, dass wir schlafen.
Man ist mit einem Welpen nicht mehr sehr flexibel. Termine werden so gelegt, dass jemand anders zu Hause ist, notfalls auch ein Hundesitter, oder der Welpe kommt mit.
Die Welpenspielstunde ist ein wöchentlicher Termin. Da übt man sich schon mal mit anderen (Hunde-)Eltern und mit Elterngesprächen. Unser war ein kleiner Racker, der gerne die anderen ärgerte... Quasi der Rüpel der Klasse.
Dazu gehört auch das schrittweise entdecken der Welt. ÖV fahren, Stadtbesuche, Einkaufen, erster Kontakt mit Wasser und und und...
Dann kam noch das Rudelinterne, den Hunde sind wie Kinder in der Gruppe, da zanken sich auch mal 2. Trennen und schlichten. Ermahnen.
Auch unsere Freizeitgestaltung läuft über die Hundeorganisation. Wir wollen in die Ferien? Mit Hunde? D.h. geeignetes Hotel oder besser Ferienwohnung finden. Ohne Hunde? Die aufteilen auf verschiedene Pflegeplätze.
Tagesausflüge ohne Hunde? Hundesitter muss her.
Der einzige Unterschied zu einem Kind ist, dass sie schneller selbstständig werden. Dafür bleiben sie auf dem Entwicklungsstand eines 3 Jährigen, wie Forscher bewiesen haben.
Mittwoch, 6. Mai 2015
Viele Köche verderben den Brei...
Immer wieder lese ich von Schwangeren, dass sie Vorschriften von ihrem Umfeld bekommen. Wie sie leben sollen, was sie essen oder trinken sollen, wie arbeiten, wie bewegen etc. Sei es von der Mutter, Schwiegermutter, Schwägerin, Partner oder auch Nachbarn.
Desweiteren beklagen sich die frischgebackenen Mütter, dass ihre Entscheidungen vom Umfeld kritisiert werden und sie sich dadurch verunsichern lassen.
Darüber habe ich nachgedacht. Bei mir äussert sich bis jetzt niemand so und ich denke, dass sich auch niemand gross in die Erziehung einmischen wird. Und wenn, dass ich da ziemlich gut kontern werde.
Warum ich davon so überzeugt bin?
Ganz einfach, jahrelanges Training mit den Pferden. 10 Reiter, 11 Meinungen.... Ist so. Wenn man unerfahren ist, dann hört man auf die anderen. Je mehr Erfahrung man sammelt, desto mehr Selbstvertrauen bekommt man und kann auch argumentieren. Das selbe bei der Hundeerziehung.
Doch ist es überheblich, andere Meinungen abzulehnen?
Grundsätzlich lehne ich nicht alles ab. Wenn mir jemand etwas erklären kann, was für mich Sinn macht, dann profitiere ich gerne von seinen Erfahrungen. Ich bin aus dem Alter heraus, wo ich immer meinen eigenen Kopf anschlagen will.
Manchmal suche ich auch bewusst nach anderen Meinungen, frag nach, weil ich mir unsicher bin.
Ich denke, das ist wohl auch etwas, was ich durch die lange Kinderwunschzeit sehr stark gelernt habe. Mir nichts aufdrängen zu lassen und trotzdem bei Fachleuten oder Menschen mit mehr Erfahrung Wissen abzuholen.
Hätte ich vor 9 Jahren ein Kind bekommen, wäre ich dazu nicht fähig gewesen.
Desweiteren beklagen sich die frischgebackenen Mütter, dass ihre Entscheidungen vom Umfeld kritisiert werden und sie sich dadurch verunsichern lassen.
Darüber habe ich nachgedacht. Bei mir äussert sich bis jetzt niemand so und ich denke, dass sich auch niemand gross in die Erziehung einmischen wird. Und wenn, dass ich da ziemlich gut kontern werde.
Warum ich davon so überzeugt bin?
Ganz einfach, jahrelanges Training mit den Pferden. 10 Reiter, 11 Meinungen.... Ist so. Wenn man unerfahren ist, dann hört man auf die anderen. Je mehr Erfahrung man sammelt, desto mehr Selbstvertrauen bekommt man und kann auch argumentieren. Das selbe bei der Hundeerziehung.
Doch ist es überheblich, andere Meinungen abzulehnen?
Grundsätzlich lehne ich nicht alles ab. Wenn mir jemand etwas erklären kann, was für mich Sinn macht, dann profitiere ich gerne von seinen Erfahrungen. Ich bin aus dem Alter heraus, wo ich immer meinen eigenen Kopf anschlagen will.
Manchmal suche ich auch bewusst nach anderen Meinungen, frag nach, weil ich mir unsicher bin.
Ich denke, das ist wohl auch etwas, was ich durch die lange Kinderwunschzeit sehr stark gelernt habe. Mir nichts aufdrängen zu lassen und trotzdem bei Fachleuten oder Menschen mit mehr Erfahrung Wissen abzuholen.
Hätte ich vor 9 Jahren ein Kind bekommen, wäre ich dazu nicht fähig gewesen.
Sonntag, 26. April 2015
♥ 12+0 ♥
Ich bin in der 13. Woche und somit im 2. Trimenon angekommen :)
Die kritischste Zeit ist überstanden. Mein Mann und ich waren gestern Abend zur Feier auswärts essen, in dem Restaurant, wo wir auch unser Hochzeitsessen hatten.
Ich bin restlos glücklich, so glücklich war ich glaubs noch nie im Leben. Ich weiss, dass Kinder keine Probleme lösen. Die habe ich schon vorher gelöst. Doch ich fühle mich endlich angekommen.
Mein Bauch wächst nun von Woche zu Woche. Es fühlt sich auch schon anders an, wenn ich mich nach vorne neige. Da ist was im Weg ;)
Nun dürfen es die Grossmütter auch erzählen. Meine Schwiegermutter (75 Jahre) geht am Donnerstag ans Geburtstagsfest von ihrem Patenonkel (95 Jahre) und hat gestern meinem Mann am Telefon gesagt, sie würde es da gerne der Familie sagen. Das ist ok.
Jetzt hoffe ich, dass die Müdigkeit mal noch nach lässt.
Die kritischste Zeit ist überstanden. Mein Mann und ich waren gestern Abend zur Feier auswärts essen, in dem Restaurant, wo wir auch unser Hochzeitsessen hatten.
Ich bin restlos glücklich, so glücklich war ich glaubs noch nie im Leben. Ich weiss, dass Kinder keine Probleme lösen. Die habe ich schon vorher gelöst. Doch ich fühle mich endlich angekommen.
Mein Bauch wächst nun von Woche zu Woche. Es fühlt sich auch schon anders an, wenn ich mich nach vorne neige. Da ist was im Weg ;)
Nun dürfen es die Grossmütter auch erzählen. Meine Schwiegermutter (75 Jahre) geht am Donnerstag ans Geburtstagsfest von ihrem Patenonkel (95 Jahre) und hat gestern meinem Mann am Telefon gesagt, sie würde es da gerne der Familie sagen. Das ist ok.
Jetzt hoffe ich, dass die Müdigkeit mal noch nach lässt.
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Donnerstag, 23. April 2015
Bin schwer verliebt, US 11+3
Heute war Ultraschall-Tag, bereits um 8h war wir da, als erstes gings mit den Kontrollen. Blutdruck tief, Gewicht ok. Urin und Blut sind sehr gut.
Wir mussten nicht lange warten, da kam bereits der Arzt. Das erste Mal US über die Bauchdecke :)
Die beiden waren schon wach, fit und munter. Sie turnten die ganze Zeit rum, der Arzt meinte, dass seien extrem aktive Kinder. Passt, wir sind auch keine Couchpotatos, und mit 4 Bordercollies sind wir uns einiges gewöhnt.
Dann wurde gemessen. B ist grösser wie A. Nackenfalten und Nasenbein sind tip top. Kein Verdacht auf Trisomie 21. Gliedmassen sind da, Schädelbreite auch normal und das Herz auch. Wir dürfen uns also auf 2 gesunde, aktive Kinder freuen.
Als wir wieder Zuhause waren, fingen 3 von den Hunden an zu spielen. Die Post ging ab. Da sagte ich mit einem Grinsen im Gesicht zu meinem Mann: " So, und jetzt noch 2 Knöpfe dazu, die da mit mischen." Ja ich sehe es ganz klar, mir wird es in den nächsten Jahren nicht langweilig werden.
Wir mussten nicht lange warten, da kam bereits der Arzt. Das erste Mal US über die Bauchdecke :)
Die beiden waren schon wach, fit und munter. Sie turnten die ganze Zeit rum, der Arzt meinte, dass seien extrem aktive Kinder. Passt, wir sind auch keine Couchpotatos, und mit 4 Bordercollies sind wir uns einiges gewöhnt.
Dann wurde gemessen. B ist grösser wie A. Nackenfalten und Nasenbein sind tip top. Kein Verdacht auf Trisomie 21. Gliedmassen sind da, Schädelbreite auch normal und das Herz auch. Wir dürfen uns also auf 2 gesunde, aktive Kinder freuen.
Als wir wieder Zuhause waren, fingen 3 von den Hunden an zu spielen. Die Post ging ab. Da sagte ich mit einem Grinsen im Gesicht zu meinem Mann: " So, und jetzt noch 2 Knöpfe dazu, die da mit mischen." Ja ich sehe es ganz klar, mir wird es in den nächsten Jahren nicht langweilig werden.
Samstag, 18. April 2015
Besuch bei unserer Pflegetochter
Das habe ich euch vorenthalten: Eigentlich bin ich schon Mutter, eine Pflegemutter. Wir hatten bis vor 5 Jahren ein "Mädchen" bei uns aufgenommen, die damals 16 war, aus schwierigen Familienverhältnissen kam und schwer depressiv war. Sie war ein Häufchen Elend. Sie hatte nach einem Klinikaufenthalt bei mir auf dem Hof ein Praktikum angefangen. Leider ging es nicht in ihrer neuen Pflegefamilie und so boten wir ihr an, dass sie bei uns wohnen kann. Sie zog ein, für 4 Jahre. 2 Jahre arbeite sie bei uns auf dem Hof, wurde rückfällig, Borderline, suizidgefährdet. 24h Betreuung oder Klinik, sie wünschte 24h Betreuung, wir ermöglichten es. Es war streng, doch es war sehr schön. Manchmal auch Konflikt behaftet, ja halt Teenager. Doch ich liebe sie. Egal was sie anstellt. Sie wird mich nicht mehr los :) Mit ach und krach und Vit. B fanden wir eine Lehrstelle für sie als Sattlerin, sie schloss sie mit sehr viel Erfolg ab, war eine der Besten in ihrem Jahrgang. Mit 20 zog sie bei uns aus. Sie wurde flügge, und ich erlebte, wie das ist. Das sich die "Kleinen" dann einfach monatelang nicht melden, sich abnabeln. Doch ich hatte viel Verständnis, ich war damals gleich.
Mittlerweile ist sie 25 und hatte vor einem Jahr einen psychischen Zusammenbruch. Trauma. Sie hat mit denen bis heute noch nicht gearbeitet, obwohl sie seit 12 in der Therapie war, wurde nur immer stabilisiert. Ich kenne mich ja damit aus, doch bei ihr ist es noch einige Stufen heftiger wie bei mir. Obwohl sie mittlerweile wieder Kontakt hat zu ihren leiblichen Eltern, rief sie mich an, als es ihr schlecht ging. Das bedeutet mir unheimlich viel. Ich habe auch wieder stärkeren Kontakt seit daher mit ihr.
Seit 4 Wochen ist sie an der 2. stationären Therapie. Ich war sie gestern besuchen. Ich wollte, dass sie von mir erfährt, dass sie noch 2 Pflegegeschwisterchen bekommt, nicht von dritten. Doch ich hatte auch etwas Hemmungen. Es geht ihr momentan nicht so gut, und ich hatte Angst, dass sie das zu stark belastet. Doch sie freute sich riesig.
Wir sprachen 2 Stunden miteinander. Sie erzählte mir, dass sie eine neue Freundin in der Klinik gefunden hat, und stellte sie mir vor. Ihr fällt es nicht einfach, Freundschaften aufzubauen. Da ist sowas ein Highlight. Sie sagte mir dann, dass ihre neue Freundin sie an mich erinnert, das freute mich sehr.
Zum Schluss fragte sie mich, ob mein Mann und ich sie an ihrem 25. Geburtstag am 5.5. besuchen kommen. Klar, dass haben wir bereits geplant :)
Mittlerweile ist sie 25 und hatte vor einem Jahr einen psychischen Zusammenbruch. Trauma. Sie hat mit denen bis heute noch nicht gearbeitet, obwohl sie seit 12 in der Therapie war, wurde nur immer stabilisiert. Ich kenne mich ja damit aus, doch bei ihr ist es noch einige Stufen heftiger wie bei mir. Obwohl sie mittlerweile wieder Kontakt hat zu ihren leiblichen Eltern, rief sie mich an, als es ihr schlecht ging. Das bedeutet mir unheimlich viel. Ich habe auch wieder stärkeren Kontakt seit daher mit ihr.
Seit 4 Wochen ist sie an der 2. stationären Therapie. Ich war sie gestern besuchen. Ich wollte, dass sie von mir erfährt, dass sie noch 2 Pflegegeschwisterchen bekommt, nicht von dritten. Doch ich hatte auch etwas Hemmungen. Es geht ihr momentan nicht so gut, und ich hatte Angst, dass sie das zu stark belastet. Doch sie freute sich riesig.
Wir sprachen 2 Stunden miteinander. Sie erzählte mir, dass sie eine neue Freundin in der Klinik gefunden hat, und stellte sie mir vor. Ihr fällt es nicht einfach, Freundschaften aufzubauen. Da ist sowas ein Highlight. Sie sagte mir dann, dass ihre neue Freundin sie an mich erinnert, das freute mich sehr.
Zum Schluss fragte sie mich, ob mein Mann und ich sie an ihrem 25. Geburtstag am 5.5. besuchen kommen. Klar, dass haben wir bereits geplant :)
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